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Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen beantragen

Nr. 99107005080000

Aufgabe der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist es, Leistungsberechtigten eine individuelle Lebensführung zu ermöglichen und die Teilhabe am Leben der Gesellschaft zu fördern. Dabei steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören insbesondere:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, insbesondere Leistungen im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen,
  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung, insbesondere Hilfen zur Schulbildung im Rahmen der Schulpflicht, zur schulischen Berufsausbildung und zur Hochschulbildung,
  • Leistungen zur Sozialen Teilhabe, hierzu zählen unter anderem Leistungen für Assistenz zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung des Alltags, heilpädagogische Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder,  

Bevor Sie Leistungen der Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen können, müssen erst alle anderen Leistungen der Sozialleistungsträger (z.B. Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitsagentur, Unfallversicherung) ausgeschöpft sein.

Ein Antrag auf Gewährung von Eingliederungshilfe ist beim Landkreis oder bei der kreisfreien Stadt zu stellen.

Sie können den Antrag aber auch bei ihrer Gemeinde oder einem Sozialleistungsträger abgeben. Diese sind verpflichtet, den Antrag an die zuständige Stelle weiterzuleiten.

Je nach Sachverhalt benötigen Sie

  • einen Antrag,
  • Nachweis über die Behinderung,
  • Einkommens- und Vermögensnachweise.

Nähere Informationen zu den erforderlichen Unterlagen erhalten Sie vom zuständigen Sozialamt des Landkreises/der kreisfreien Stadt.

Es fallen keine Gebühren an.

Die Leistung wird frühestens ab dem Monat gezahlt, in dem Sie den Antrag gestellt haben.

Für die schnellere Bearbeitung der Anträge auf Eingliederungshilfe ist es hilfreich, wenn das Vorliegen einer Behinderung bereits vorab festgestellt wurde.

18.10.2019

Sie haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn Sie

  • nicht nur vorübergehend eine Behinderung haben oder von einer Behinderung bedroht sind
  • nicht ausreichend Einkommen oder Vermögen haben
  • keinen Anspruch auf eine vorrangige Leistungen von Dritten (z.B. von der Rentenversicherung) haben.

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt