Sanierungsvorhaben im "BEWOS-Sportzentrum"
Das „BEWOS-Sportzentrum“ wird als Schulsporthalle für die Grundschulen „A.S. Puschkin“ und „J.W. Goethe“ und die Gemeinschaftsschule „A.S. Puschkin“ sowie als vielseitige Vereinssporthalle genutzt.
Anfang 2024 wurden bei einer augenscheinlichen Prüfung Absackungen in einigen Bereichen des Sportbodens festgestellt. Der Boden ist in einer Sporthalle das wichtigste Sportgerät und sollte besonders hohen Ansprüchen genügen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden wurde im Februar 2024 das Institut für Sportbodentechnik mit der Prüfung beauftragt. Die durchgeführten Messungen mit dem „Künstlichen Sportler `95“ und dem Ballreflexionsmessgerät sollten Aufschluss darüber geben, ob der Sportboden den heutigen Anforderungen an die Sport- und schutzfunktionellen Eigenschaften genügt. Die Prüfungen wurden an sechs Messpunkten durchgeführt. Die Anforderungen an den Kraftabbau werden an allen Messpunkten nicht erfüllt. Die Anforderungen an die Ballreflexion werden an allen Messpunkten zum Teil deutlich unterschritten. Im Ergebnis wurde weiterhin eingeschätzt, dass der Boden insgesamt als zu weich einzustufen ist. Als Ursache werden Unregelmäßigkeiten im Trockenunterbau vermutet, die für die hohe Nachgiebigkeit und die Absenkung des Sportbodens verantwortlich sind. Ein abrupter Wechsel von Hartstellen und Bereichen mit hoher Nachgiebigkeit stellt eine erhöhte Unfallquelle dar und kann zu einem erhöhten Verletzungsrisiko der Sportler führen. Ein dringender Handlungsbedarf ist gegeben.
Die Mitgliederversammlung der LAG Börde hatte die Aufnahme des Sanierungsprojektes in die Prioritätenliste beschlossen. Das Sanierungsvorhaben wird im Rahmen der Lokalen Entwicklungsstrategien mit CLLD durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Sachsen-Anhalt in der Förderperiode 2021 bis 2027, Richtlinie EFRE Nr. 2.3 Investitionen in Sportstätten umgesetzt. Die beantragte Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 175.400 Euro, die Förderquote liegt bei 80 Prozent. Begleitet wird die Umsetzung durch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt sowie die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH.