Aktueller Stand zum Radweg von Oschersleben nach Gunsleben
In den vergangenen Wochen wurde häufig nachgefragt, wie es mit dem geplanten Radweg zwischen Oschersleben (Bode) und Gunsleben weitergeht. Sowohl die Gemeinde Am Großen Bruch, als auch die Stadt Oschersleben (Bode) haben die entsprechenden Beschlüsse gefasst, dieses Vorhaben voranzutreiben. Die Verbandsgemeinde Westliche Börde, die auch am Projekt beteiligt ist, bereitet die Ausschreibung für die Planungsleistung vor.
Dennoch besteht in der Öffentlichkeit ein wenig Unsicherheit, denn zum einen gibt es eine Unterschriftenliste von Bürgerinnen und Bürgern, die gegen den Radweg unterzeichnet haben. Zudem liegt der Stadtverwaltung Oschersleben (Bode) ein Antrag der Stadtratsfraktion der SPD/ Löffler vor, die dieses Vorhaben verhindern und die Investitionsmittel im Haushalt der Stadt Oschersleben (Bode) auf Null setzen möchte.
Dem gegenüber steht eine breite Unterstützung, mit einer Unterschriftenliste für den Radweg. Bürgermeister Benjamin Kanngießer äußert sich hierzu: „Nach meinem Kenntnisstand sind dort inzwischen mehr als tausend Unterschriften von Menschen zusammengekommen, die das Projekt befürworten. Allen, die vielleicht Bedenken hinsichtlich des Naturschutzes hier im Großen Bruch haben, kann versichert werden, dass die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Börde ganz genau hinschauen wird, was wir hier machen. Ich persönlich gehe davon aus, dass es zahlreiche Auflagen hinsichtlich der Ausgleichs- und der Ersatzmaßnahmen geben wird, wir Ersatzpflanzungen vornehmen müssen und vielleicht auch Einschränkungen in der Bauzeit haben, um die Interessenslagen der Natur angemessen zu berücksichtigen.“
Bezüglich der Finanzierung muss niemand Bedenken haben, da die Mittel im Haushalt 2026/2027 eingestellt sind. Mit gut 6,3 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ wird der Bau der neuen Strecke von Oschersleben (Bode) nach Gunsleben gefördert. Dr. Denis Gruber, Dezernent für Infrastruktur und Umwelt des Landkreises Börde, hat zugesichert, dass das Projekt unterstützt wird. Die Stadt Oschersleben (Bode) steht mit dem Landkreis Börde im engen Austausch, um die kreislichen und städtischen Belange abzustimmen sowie das Vorhaben schnellstmöglich voranzutreiben. Der Landkreis Börde kann sich demnach vorstellen, sich finanziell zu beteiligen und die Mittel dafür bereitzustellen.
Darüber hinaus hat die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) erneut deutlich gemacht, dass es auf absehbare Zeit keinen straßenbegleitenden Radweg zwischen den Ortschaften Hornhausen und Neuwegersleben geben wird. Ebenso sind die Fördermittel, die die Stadt Oschersleben (Bode) erhält, zweckgebunden. Die Fördermittel müssen für den Radweg zwischen Gunsleben und Oschersleben auf der ehemaligen Bahnstrecke eingesetzt werden. Hierzu sagt Bürgermeister Benjamin Kanngießer: „Und es wäre doch schade, wenn dieses Projekt scheitert und die Fördermittel in andere Regionen des Landes gehen.“
Das Projekt geht demnach weiter. Ziel ist es nun, die Planungsleistungen möglichst bald voranzubringen, damit zeitnah mit dem Bau des Radwegs begonnen werden kann.