Angelverein Oschersleben/Bode und Umgebung e.V.

Vorschaubild

Herr Uwe Lehmann

Hohe Str. 147
39387 Oschersleben (Bode) OT Hordorf

Homepage: www.anglerverein-oschersleben.de

Gewässer

 

Landkreis Börde

 

 

Tageskarten für die AVO-Gewässer werden verkauft in:
 
Finis Bastellädchen
Thälmannstr. 2
39387 Oschersleben (Bode)
Telefon: 03949/ 51 10 38

zur Kartenansicht

 

Das vollständige aktuelle Gewässerverzeichnis mit Karte ist unter nachfolgendem Link zu finden:

Anlage 1 Gewässerordnung Stand 27.11.2016

 

 


Aktuelle Meldungen

Zweiter Aalbesatz 2018

(18.10.2018)

AVO hilft den Aalen und unterstützt zugleich das Land

 

Dem Aalbestand in unseren Gewässern geht es seit langem immer schlechter. Vor einigen Jahren  fanden noch unzählige junge Aale den Weg aus dem Sargassomeer zurück in unsere Flüsse. Heute stellt sich die Situation leider hoch  dramatisch dar.  Einer der Hauptgründe für die negative Entwicklung bei den Aalen findet sich im Verbau der Flüsse mit Wehren und Wasserkraftanlagen, an denen nach wie vor große Verluste zu verzeichnen sind. Der europäische Gerichtshof (EuGH) qualifizierte zuletzt in einem Grundsatzurteil  die Auswirkungen der Wasserkraftanlagen in unseren Flüssen als Umweltschäden und  als Verstoß gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Zusätzlich unterwarf der EuGH  die Betreiber einer Sanierungspflicht. Die ersten Klagen von Umweltverbänden  auf Grundlage dieses Urteils laufen bereits in anderen Bundesländern.

 Um einen Beitrag zum Fortbestand dieses außergewöhnlichen Fisches zu leisten, besetzt der AVO seine Fließgewässerabschnitte  regelmäßig  mit Jungaalen. Finanziert werden diese kostenintensiven Besatzmaßnahmen zum Teil aus dem Förderprogramm des Landesfischereiverbandes, bzw. aus der Fischereiabgabe. Die Fischereiabgabe ist eine Gebühr, die von den Fischereischeininhabern in Sachsen-Anhalt bei Ausstellung oder Verlängerung ihres Fischereischeines gezahlt wird. Während beim Förderprogramm   ein Eigenanteil von 20% zu Buche schlägt, finanziert der AVO zusätzlich noch weiteren  Besatz  vollständig mit  Mitgliedsbeiträgen. Auf diese Weise sorgen wir mit unseren Beitragsgeldern und ehrenamtlicher Arbeit nicht nur für den Arterhalt  in unseren Gewässern, sondern unterstützen zugleich auch das Land bei der Erfüllung der Vorgaben der EU-Aalverordnung, die aufgrund der dramatischen Bestandsentwicklung der Aale schon vor Jahren in Kraft gesetzt wurde.

In der Hoffnung, dass eines Tages ein großer Teil der Aale den Weg ins Sargassomeer findet, um sich dort einmalig fortzupflanzen, werden wir auch zukünftig unsere Besatzmaßnahmen fortführen und wünschen uns, dass endlich Vernunft in Sachen Wasserkraftanlagen einkehrt.

Foto zur Meldung: Zweiter Aalbesatz 2018
Foto: Zweiter Aalbesatz 2018

Aalbesatz 2018

(25.06.2018)

Geförderter Aalbesatz 2018 für die Bode und den Großen Graben

Im Rahmen des Aalbesatzprogrammes des LFV für die Elbe und deren Nebengewässer,wurden auch dieses Jahr die Bode und der Große Graben, wieder mit den aus der Fischereiabgabe geförderten Aalen besetzt. Am 21.06.2018 nahmen zwei AVO- Mitglieder den Besatz in der zentralen Verteilstelle in Halle (Saale) in Empfang und verbrachten die kleinen Aale in unsere Pachtabschnitte, wo sie an geeigneten Stellen ausgesetzt wurden.

Abschließende Untersuchungen am Neuen Land bei Gröningen

(18.05.2018)

Abschließende Untersuchungen am Neuen Land

 

Das Neue Land wurde antragsgemäß in das Forschungsprogramm zur fischereilichen Bewirtschaftung von Kiesgruben aufgenommen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr erste Untersuchungen an Wasserparametern und Fischnährtieren durchgeführt wurden, hat das vom Land beauftragte Institut für Binnenfischerei in Potsdam, nun Mitte Mai die noch ausstehenden Daten erhoben. Der Fischbestand wurde mittels Elektro-und Treibnetzbefischung untersucht und erfasst. Nach Auswertung der vollständigen Daten bekommen wir eine fischereiwissenschaftlich fundierte Bewirtschaftungsempfehlung, die eine Steigerung des fischereilichen Ertrages zu Folge haben wird. Überraschend zeigte sich unter anderem, dass der Karpfenbestand eine eigene Reproduktion aufweist, was weiteren Besatz völlig überflüssig macht, bzw. der guten fachlichen Praxis entgegenstehen würde.

Foto zur Meldung: Abschließende Untersuchungen am Neuen Land bei Gröningen
Foto: Fangauswertung am Treibnetz

Studienprojekt der Hochschule Magdeburg in Krottorf

(30.04.2018)

Studienprojekt der Hochschule Magdeburg in Krottorf

 

Die Bode bei Oschersleben bietet hervorragende Bedingungen für studentische Projekte auf den Fachgebieten Ökologie und Wasserbau. Bereits in den letzten zwei Jahren wurden solche Projekttage von Studenten an den Wehrstandorten Oschersleben und Gröningen absolviert. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Wehr Krottorf. Unter der Leitung von Professor Lüderitz  wurden die notwendigen Untersuchungen des Makrozoobenthos, sowie die Elektrobefischung zur Erfassung des Fischbestandes durchgeführt. Für die wasserbaulichen Daten wurde die Bode unter Leitung von Professor Ettmer vermessen. Mit den Ergebnissen werden im Anschluss von den Studenten Maßnahmen erarbeitet, wie das Wehr im Sinne der WRRL, unter Beachtung der Hochwasserschutzbelange umgestaltet werden kann. Die kurzen Pausen nutzten wir für Fachfragen und Fachdiskussionen mit den Professoren.

Einmal mehr zeigte sich, welch unglaubliches Potenzial die Bode trotz aller negativen anthropogenen Eingriffe in der Vergangenheit noch hat.

Jugendfischerprüfung 2018

(21.04.2018)

Jugendfischerprüfung 2018

 

Am 21.04.2018 fand in Hötensleben die diesjährige Jugendfischer-Prüfung des AVO statt. Leider waren es nur 3 Teilnehmer in diesem Jahr. Dies hatten sich aber gut vorbereitet und konnten ihr Wissen überzeugend vortragen. So konnten die drei Jugendlichen aus Ausleben, Hötensleben und Völpke am Ende ihre Prüfungsurkunde in Händen halten und werden demnächst als Jugendfischer ihrem Hobby nachgehen.

Foto zur Meldung: Jugendfischerprüfung 2018
Foto: JF-Prüfung 2018_Hötensleben

Zährtenbesatz 2018

(21.04.2018)

Zährtenbesatz 2018

Am 14.04.2018 erfolgte unser 2. Initialbesatz zur Wiederansiedlung der Zährte (Vimba Vimba) in der Bode zwischen Oschersleben und Gröningen. Auch dieses Mal lieferte die Fa. Ermisch wieder hervorragendes Besatzmaterial. Mit unserer Maßnahme unterstützen wir das Land bei der Umsetzung der WRRL, welche auch eine Wiederherstellung der natürlichen Fischbestände fordert. Finanziert wird dieses Projekt ausschließlich aus Eigenmitteln.

Foto zur Meldung: Zährtenbesatz 2018
Foto: Zährtenbesatz Bode 2018

Vortragsveranstaltung Hordorf am 24.03.2018

(26.03.2018)

Gewässerseminar des AVO

 

Gut gefüllt zeigte sich am 24.03.2018 das Dorfgemeinschaftshaus in Hordorf zu unserem Gewässerseminar. Knapp 60 Teilnehmer vom AVO, aus benachbarten Vereinen entlang der Bode und auch aus Behörden hatten sich im Vorfeld angemeldet, um den Fachvorträgen der Referenten rund um die Themen Kormoran, die Inhalte der EU-Wasserrahmenrichtlinie und den Aufgaben der dazugehörigen Gewässerentwicklungskonzepte ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Offenbar übte  unsere Themenwahl eine große Anziehungskraft aus.

  Ein Mitarbeiter des Gewässerkundlichen Landesdienstes  stellte einige bereits umgesetzte Maßnahmen an anderen Flüssen vor und untermauerte damit eindrucksvoll die Ziele für die Zukunft unserer Gewässer. Der Gastredner aus einem befreundeten Verein, zeigte die fischereilichen Schäden durch den explodierenden Kormoranbeflug auf, welcher sogar bis zum vollständigen Artenverlust führen kann.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei den Referenten und den fleißigen Helfern bedanken, die dafür gesorgt haben, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war.

Foto zur Meldung: Vortragsveranstaltung Hordorf am 24.03.2018
Foto: Hordorf 24.03.2018

Abschluss Äschenprogramm Bode

(20.03.2018)

Äschenprogramm abgeschlossen

 

Unser Programm zur Wiederansiedlung der Äsche wurde mit dem letzten Besatz am 19.03.2018 abgeschlossen. Die Lachszucht Ermisch aus Sachsen lieferte auch dieses Mal wieder Besatzmaterial von ausgezeichneter Qualität. Bei kühlem Winterwetter wurden die Äschen in der Bode zwischen Oschersleben und Gröningen ausgesetzt. Wir hoffen, dass unser Projekt den Fortbestand dieser Art gewährleistet und sich zukünftig wieder die hohe Bestandsdichte früherer Zeiten einstellt, wobei der Kormoran der entscheidende Faktor sein wird.

Die Maßnahme wurde aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Fischsterben im Mühlgraben Gröningen

(05.03.2018)

Anfang März wandten sich aufgebrachte Anwohner in Gröningen an unsere Ortsgruppe, da sie im Mühlgraben ein Fischsterben beobachtet hatten. Seit vielen Wochen war das Bodewehr geöffnet und der Mühlgraben lag bis auf ein paar Pfützen trocken. Eine Überlebenschance hatten Barben, Döbel, Bachforellen und andere  kaum. Unter der Eisdecke lagen zahlreiche Kadaver. Einige Überreste von toten Fische lagen auch am Ufer, hier hatten sich vermutlich Katzen und andere Tiere schon bedient. Auch für  Graureiher gab es offenbar einen reich gedeckten Tisch.

Warum der Mühlgraben wochenlang trocken lag erschließt sich uns nicht, es ist letztlich allgemein bekannt, dass viele Fischarten die Mühlgräben als Winterhabitat nutzen. Es gab weder Starkregen, noch  eine Schneeschmelze, die eine dauerhafte Wehröffnung rechtfertigen würden.

 Die Hochschule MD forderte im letzten Jahr, hier eine Sohlgleite anstelle des Wehres zu errichten, welche  auch die aktuelle Problematik verhindert hätte.

Im Mühlgraben wurde bereits vor einigen Jahren die FFH-Art Bachneunauge ( Lampetra planeri) nachgewiesen. Bachneunaugen sind zusätzlich zur FFH-RL mitsamt ihres Lebensraumes über das Bundesnaturschutzgesetz ,,besonders geschützt,,.

Foto zur Meldung: Fischsterben im Mühlgraben Gröningen
Foto: Fischsterben im Mühlgraben Gröningen

Zährten und Alande für die Bode

(04.10.2017)

Zährten und Alande für die Bode

 

Am 27.09.2017 erfolgte der Besatz der Bode mit den geplanten Zährten und Alanden.  Nur noch vereinzelt wurde hier und da mal ein Aland gefangen so, dass wir dies zum Anlass nahmen, mit dieser Maßnahme dessen Bestand zu stützen, bzw. aufzubauen.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Zährten geliefert. Diese Art ist typisch für die Barbenregion und gehört auch zum natürlichen Arteninventar der Bode. Mit der Wiederansiedlung der Zährte geben wir der Bode eine weitere, ausgerottete Art zurück und unterstützen zugleich das Land, bei der von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten Wiederherstellung des ursprünglichen Fischbestandes.

Finanziert wird die Maßnahme aus Mitgliedsbeiträgen. Alle Satzfische befanden sich in einem hervorragenden Zustand. Wir hoffen auf einen Erfolg unserer Bemühungen und planen bereits weitere, derartige Ansiedlungen.

Aalbesatz - Fördermaßnahme

(10.07.2017)

Geförderter Aalbesatz 2017

Am 06.07.2017 wurde der diesjährige Aalbesatz in der Bode und im Großen Graben durchgeführt. Die Aale wurden von einigen AVO- Mitgliedern in Halle (Saale) in Empfang genommen und mit unserem neuen Transportbehälter an ihren Zielort gebracht. Die Fische wiesen durchgehend eine ausgezeichnete Qualität auf und verschwanden sofort nach dem Einsetzen in geeigneten Verstecken. Die Besatzpunkte in der Bode und im Großen Graben liegen über unseren gesamten Pachtabschnitt dieser beiden Fließgewässer verteilt. Wieder konnten wir unseren neuen Fischtransporter einsetzen. Auch diese Anschaffung, gefördert aus Mitteln der Fischereiabgabe, hat sich gelohnt.

Die Aalbesatzmaßnahme wird vom Landesfischereiverband (LFV) gefördert und auch in 2018 nochmals durchgeführt.

Foto zur Meldung: Aalbesatz - Fördermaßnahme
Foto: Empfang der Aale in Halle

Äschenbesatz 2017

(29.03.2017)

2.Äschenbesatz für die Bode

Unser Wiederansiedlungsprogramm der Äsche läuft über 3 Jahre und begann 2016. Am 28.03.2017 wurde die diesjährige Besatzmenge von der Lachszucht Ermisch angeliefert. Die Fische befanden sich in einem hervorragenden Zustand. Bei strahlendem Sonnenschein wurden sie an verschiedenen Punkten zwischen Oschersleben und Gröningen ausgesetzt. Das Programm läuft im nächsten Jahr aus. Wir hoffen allerdings, dass sich der Fraßdruck durch den Kormoran verrringert, und wir so zukünftig wieder eine eigene Reproduktion verzeichnen können und sich die hohe Bestandsdichte der Vergangenheit wieder einstellt.

Die Maßnahme wird aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Gewässerseminar in Unseburg

(15.02.2017)

Gewässerseminar für VDSF-Vereine

Am 11.02.2017 fand im Anglerheim Unseburg das 1. Gewässerseminar für die Mitgliedsvereine des VDSF-LAV und dessen Gäste statt. Eingeladen hatte der AV ,,Bodestrand ,, Unseburg. Erfreulich war die hohe Teilnehmerzahl, was eindeutig belegt, dass in den Reihen der Anglerschaft eine hohe Bereitschaft zur Weiterbildung besteht. Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Binnenfischerei in Potsdam/Sacrow (IfB), referierten über Fragen des fachlich korrekten Fischbesatzes bzw. fachlich korrekter Gewässerbewirtschaftung, sowie über die neuesten Erkenntnisse in der Aalforschung. In den anschließenden Diskussionsrunden hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und entsprechende Antworten von den Wissenschaftlern zu bekommen. Es zeigte sich, dass manche Vorstellungen aus früheren Zeiten nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen, welche jedoch zukünftig als Grundlage dienen werden.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es weitere Veranstaltungen dieser Art geben soll und sagten ihre Teilnahme bereits zu. Unser Dank gilt auch dem ausrichtenden Anglerverein Unseburg und dessen fleißigen Helferinnen, die für das leibliche Wohl gesorgt haben.

Foto zur Meldung: Gewässerseminar in Unseburg
Foto: Gewässerseminar am 11.02.2017 in Unseburg

Abfischen Mühlengraben vor Sanierung

(27.12.2016)

Abfischen des Mühlgrabens Krottorf

Im Rahmen der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen für Krottorf, wird auch der Mühlgraben dort saniert. Am 17.12. 2016 und den beiden darauffolgenden Tagen, waren wir mit mehreren Mitgliedern vor Ort, um den Fischbestand des 1.Abschnittes, zwischen Straßenbrücke und ehemaligem Turbinenhaus, mittels Elektrofischerei und Keschern abzufischen und in die Bode umzusiedeln. Fast alle typischen Fischarten waren in unterschiedlichen Altersklassen vertreten. Auch mehrere kapitale Exemplare waren darunter. Im Laufe der Zeit hatten sich im Mühlgraben wertvolle Strukturen gebildet, die für einen guten Fischbestand Grundvoraussetzung sind. Aufgrund der urbanen Lage des Mühlgrabens, blieb er auch von den Kormoranen offenbar ein Stück weit verschont. Alle Fische hatten ein makelloses Erscheinungsbild, wie sie nur eine intakte Natur hervorbringen kann und waren insgesamt in einer sehr guten Verfassung. Sobald der 1. Abschnitt saniert ist, werden wir in Absprache mit der ausführenden Firma, die beiden anderen Abschnitte ebenfalls abfischen und in die Bode umsetzen.

 

Nicht einverstanden sind wir als örtlicher Anglerverein mit den Planungen zur Fischaufstiegsanlage in der Bode. Das Gewässerentwicklungskonzept, die Fachplanung des Landes Sachsen-Anhalt zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, fand hier bisher keine Beachtung und wird von uns an geeigneter Stelle eingefordert.

Bode-Wehranlage Krottorf

(23.02.2016)

Wir fordern den Wehrrückbau!

Der Vorstand des AVO setzt sich für einen vollständigen Rückbau des Bodewehres Krottorf ein. Laut Pressemitteilung plant der LHW lediglich die Errichtung einer Fischwanderhilfe am Wehr. Wir erachten diese allerdings als überflüssig und als schlechte Lösung. Der AVO fordert den vollständigen Rückbau des Wehres und die Umsetzung unseres Vorschlages, da dieser den EU-Forderungen eher entspricht als die Errichtung einer einfachen Fischwanderhilfe.

Das Bodewehr dient nur der Wasserversorgung des abzweigenden Mühlgrabens. Diese ist aber auch mit anderen Möglichkeiten zu gewährleisten. Man könnte dafür einen Sohlriegel oder eine Sohlgleite errichten. Der Stauraum würde entfallen und die Bode kann sich hier wieder zu einem Bereich der Barbenregion zurückentwickeln. Die hohen Ufer würden irgendwann abbrechen und damit zu Baumaterial für den Fluss, zur Schaffung von  typischen Habitaten.

 Stauräume weisen keine typischen Strukturen der jeweiligen Region auf und bergen ökologische Probleme in sich. Die Fischbestände sind eher dünn und bestehen aus untypischen, anspruchslosen Arten. Mit einem Wegfall des Stauraumes, der Erhöhung der Strömungsdynamik und der damit verbundenen Struktur-bzw. Habitatsbildung wird mehr Lebensraum für Neunaugen, Barben, Forellen, Äschen u.a. typischen Arten entstehen. Dies würde den Vorgaben der EU-WRRL sowie der FFH-RL vollständig entsprechen und ist somit als Vorzugslösung anzusehen.

 Fischwanderhilfen sind immer nur ein schlechter Kompromiss gegenüber der freien Durchwanderbarkeit eines Flusses. Neueste Gutachten belegen eindeutig, dass die überwältigende Mehrheit nicht funktioniert, da sie für wanderwillige Fische und andere aquatische Lebewesen, mangels Leitströmung nicht auffindbar sind.

Der Wegfall des Stauraumes dürfte auch aus Sicht des Hochwasserschutzes ebenfalls günstig sein, da der freie Abfluss des Wassers immer vorteilhaft ist. Ein Erhalt des Stauraumes stünde dem freien Abfluss weiterhin entgegen.

Sollte unser Vorschlag realisiert werden, wird sich mit dem Anstieg des Habitatdargebotes, auch ein Anstieg des typischen Fischbestandes der Barbenregion einstellen. Somit bringt unser Vorschlag nur Vorteile für alle Beteiligten und vor allem für die Bode, auf dem Weg zurück zu einem F L U S S !

Foto zur Meldung: Bode-Wehranlage Krottorf
Foto: Bode-Wehranlage Krottorf