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Erbbegräbnisstätte auf dem Kapellenberg Groß Germersleben

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Der Kapellenberg ist ein abgerundeter, rechteckiger Hügel von etwa 25 x 30 m oberem Durchmesser, von einem Graben und davorliegendem Wall von 3 - 5 Höhe umgeben. Der Wall ist auf der Zugangsseite von der Hochfläche vorburgartig verbreitert. Eine moderne Erdbrücke führt vom Süden zum Hügel. Undeutliche Terrassen lassen einen zweiten Vorwall vermuten. Am Fuß des Berges wurden Skelettreste und Siedlung der jüngeren Bronzezeit gefunden. Im Kapellenberg befindet sich eine Gruft, die von der Familie Coqui bzw. v. Byern als Erbbegräbnisstätte genutzt wurde. Weiterhin befinden sich auf dem Kapellenberg Erdgräber. Die Zinnsärge aus der Gruft sind ca. 1959 bei Nacht herausgeholt wurden. Die Toten wurden auf dem Friedhof vergraben. Waldemar Uhde schreibt über den Kapellenberg: "Dieser Kapellenberg, noch mit altem Ringwall umgeben, ist grauer Vorzeit jedenfalls eine germanische Opferstätte gewesen. Noch vor nicht zu sehr langer Zeit brannte man hier zu Ostern die Osterfeuer ab, und noch heute ist es Sitte, dass die Kinder ihre bunten Eier vom Berg hinab "rennen" lassen (Rennerei), und dass sie alle die alten Osterspiele, wie Eierbicken, Tucken und Schlagball, hier oben spielen. Daraus möchte der Verfasser schließen, dass dieser Hügel die Opferstätte der Frühlingsgöttin ostara gewesen ist. Die Priester Karls des Großen werden hier, wie immer in ähnlichen Fällen, die heidnische Kultstätte in eine christliche umgewandelt und hier auf der Höhe eine Kapelle errichtet haben.