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Klein Oschersleben

Quelle: www.kleinoschersleben.de

HH: 70m Erstmalig erwähnt wurde Klein Oschersleben in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrich IV an den Dom zu Halberstadt im Jahre 1083. Der ursprüngliche Name war Oskersievo. In früher Zeit gehörte der Ort zur Grafschaft Seehausen des Nordthüringgaus, die Bode bildete die südliche Grenze der Grafschaft. Die schriftlichen Quellen werden erst mit dem Ende des 15. Jahrhunderts vielfältiger. Am 23.November 1489 wird Klein Oschersleben nebst anderen Dörfern an Hans von Kotze zu männlichem Lehen durch den Erzbischof zu Magdeburg gegeben. 1547 wird die Reformation im Ort eingeführt. Wenige Jahre später, 1562, zerstört eine Feuersbrunst das Schloss und den halben Ort. Über das 17. und 18. Jahrhundert sind leider kaum Informationen vorhanden. 1680, nach dem Tode des letzten Administrators in Magdeburg, kommt Klein Oschersleben wie das gesamte Erzbistum zum Kurfürstentum Brandenburg. Aus dem 19.Jahrhundert sind noch einige Daten bemerkenswert. 1843 wird die Eisenbahnlinie Halberstadt- Magdeburg (nur acht Jahre nach der ersten deutschen Eisenbahnlinie) eingeweiht; ein neuer Ortsteil entsteht. In der Landwirtschaft beginnt eine enorme Entwicklung. Durch die Separation wurde der Boden Privateigentum, die Dreifelderwirtschaft wurde durch die Fruchtfolgewirtschaft abgelöst. Seit der Kontinentalsperre setzt sich der Zuckerrübenanbau immer mehr durch. Zuerst wird auf dem Gute, auf dem sogenannten Fabrikhof, 1863 eine Zuckerfabrik errichtet, die aber sehr bald wieder aufgegeben wird. Im Ortsteil Bahnhof kommt es 1879 zum Bau einer sehr viel größeren Zuckerfabrik, die bis 1991 Zucker produzierte. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung wird aber auch durch Katastrophen unterbrochen. So gibt es 1866 im Ort eine große Choleraepidemie. Aber der wachsende Wohlstand lässt sich nicht aufhalten. Dies zeigt sich auch am Bau mehrerer Wirtschafts- und Wohngebäude, Schulen sowie 1868 – den Neubau der evangelischen Kirch im neogotischen Stil, 1884 – einen Anbau am Schloss und 1901 – die Errichtung einer Katholischen Kirche im Stil der Backsteingotik. Der erste und zweite Weltkrieg brachten Leid und Not in den Ort. 1945 kamen aus den Ostgebieten und aus dem Sudetenland viele Flüchtlinge und Vertriebene nach Klein Oschersleben, die hier eine neue Heimat fanden. Vorrangig beherrschte die Landwirtschaft das Leben im Ort. Auch heute findet man noch ländliche Idylle vor. Im Laufe der Jahre hat es aber viele Veränderungen gegeben. So siedelten sich neue Firmen an, Wohnhäuser und Straßen wurden saniert und Eigenheime entstanden. In Klein Oschersleben gibt es ein reges Vereinsleben, was sich in vielen kulturellen Veranstaltungen für den Ort zeigt.