Emmeringen

Kapelle

EW: 626 HH:100 Der Ortsteil Emmeringen liegt nördlich von Oschersleben (Bode) an der L24. Emmeringen rückt immer näher an die Kreisstadt heran, denn diese dehnt sich immer mehr nach Norden aus. Die Eingemeindung des Dorfes Emmeringen in die Stadt Oschersleben erfolgte bereits 1950. Auf Grund von Funden kann belegt werden, dass es hier schon vor rund 5000 Jahren eine Siedlung gab. Urkundlich erwähnt wurde Emmeringen erstmals im Jahre 1084. Verschiedene Klöster hatten im 11. und 12. Jh. hier Besitz. U.a. die Klöster Berge, Huysburg und Meyendorf. 1737 wurde das Gut eine preußische Domäne und 1921 schließlich ein Rittergut. Das ehemalige Gutshaus aus der Zeit von 1880/90 steht unter Denkmalschutz. In den Jahren 1924-1927 wurde es den damaligen Bedürfnisses entsprechend umgebaut. Zu Zeiten der DDR war hier u.a. ein Kindergarten untergebracht. In den 90er Jahren erfolgte ein erneuter Umbau des Hauses. Heute dient es als Kinderheim. Eine Sehenswürdigkeit im Ort ist die leider reparaturbedürftige Kirche, für die seit der Wiedervereinigung das Bundesvermögensamt zuständig ist. Bisher war das Gebäude zu Lagerzwecken verpachtet gewesen. Auf Initiative einiger Emmeringer Bürger sollen künftig wieder Veranstaltungen hier stattfinden. Erste Maßnahmen dazu wurden bereits eingeleitet. An der Kirche sind noch zwei alte Grabsteine von 1600 und 1730/50 zu finden. In den letzten Jahren hat sich im Ort einiges geändert. Neue Eigenheime entstanden, ältere Gebäude wurden saniert und Straßen instand gesetzt. In dem Buch „Beiträge zur Kulturgeschichte der Magdeburger Börde“ vom dr. ziethen verlag findet man folgenden Spottvers: Emmerink, Dat Lusedink! Harrn´t de Sleen un Haputtchen nich edan, wie harr´n mötten hungrig ut Emmerink gahn.

Homepage: emmeringen.joachim-ernst.de