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Neindorf

Schloss Neindorf

Neindorf HH: 120m Der Ort Neindorf wurde 1257 erstmals urkundlich erwähnt als ein Rittergut mit Kirche. Hier war der Sitz des uralten Geschlechts derer von Neindorf. Im Jahre 1463 geht das Gut in den Besitz derer von der Asseburg über. Anfang des 17. Jh. wird das Dorf durch kaiserliche Truppen niedergebrannt und später wieder aufgebaut. 1670/80 wurde ein Herrenhaus errichtet, das durch einen Schlossbau in den Jahren 1824-1827 ersetzt wurde. Bauherr war Maximilian von der Asseburg. In der Mitte des 19. Jh. begann man zwischen Neindorf und Jacobsberg mit dem Abbau von Braunkohle, was einen wirtschaftlichen Aufschwung für Gut und Dorf bedeutete. Der Bergbau wurde nach dem 1.Weltkrieg wieder eingestellt. Das Schloss, ein dreistöckiger Rechteckbau und ein Glanzstück klassizistischer Architektur, wird seit 1944 als Krankenhaus genutzt. In den letzen Jahren wurden aber im Schlosspark neue Gebäude errichtet, die eine entscheidende Erweiterung des medizinischen Leistungsprofils sowie der Behandlungen ermöglichen. Das Kreiskrankenhaus des Bördekreises verfügt über die Bereiche Chirurgie, Innere Medizin, Gyn.-und Geburtshilfe, Pädiatrie, Interdisziplinäre Intensivpflege und Urologie. Auf Grund der neuen Häuser ist das Schloss nur noch teilweise belegt. Zum Schloss gehört auch eine Kirche von 1582, die noch heute von der evangelischen Gemeinde genutzt wird. Sie wurde im spätgotischen Stil errichtet und mit Elementen der Renaissance durchsetzt. Der Altaraufsatz ist von 1679, zahlreiche Reliefs und ein hölzerner Epitaph sowie das Grabmahl des August von Asseburg (gest.1604) schmücken das Innere der Kirche. Einstmals wurden Schloss und Kirche durch eine Bibliothek verbunden. Eine ehemalige Orangerie aus der ersten Hälfte des 19. Jh. befindet sich ebenfalls auf dem Schlossgelände. Eingebettet ist alles in einem Park mit altem Baumbestand, in dem sich auch die Familiengrabstätte derer von Asseburg befindet. Den Spaziergängern fällt dabei sicher auch die sogenannte Schinkel-Schmiede auf, die sich in der Nähe auf dem Wirtschaftshof befindet. Die Schmiede wurde 1830 erbaut und soll von dem bekannten Baumeister Schinkel auf einem Bierdeckel entworfen worden sein. In Wirklichkeit ist sie aber ein Werk des Schinkel-Schülers Friedrich August Stühler.